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DESTILLIERMEISTER De Lúxe-27; 2-Weg-Kühlung und Aromaverstärker

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DESTILLIERMEISTER De Lúxe-27
27 l -Destille, 2 Kolonnen, 2-Wege-Kühlung, Aromaverstärker

Für Branntwein und ätherische Öle

 

  • Getrennte Kühlwege für Vor- und Nachlauf (Edelstahl-Liebigkühler) sowie für den Mittellauf /Edelbrand (Edelstahl-Schlangenkühler),

  • Verschließbar mit einstellbaren Spannverschlüssen,

  • Variabel in Aufstellhöhe und Abstand (z.B. kann die Anlage eine handelsübliche Induktionsplatte gestellt werden, ohne dass der Kühltopf hochgebockt werden muss).

  • Aromaverstärkereinbauten in den Kolonnen zur Reduzierung der Druckgradienten zwischen den einzelnen Modulen,

  • Horizontaleinbau des Thermometers und dadurch Verringerung des Druckverlustes bei der Umlenkung der Strömung in das Geistrohr.

  • Hygiene durch Edelstahl - keine Grünspangefahr,
  • Reinigung ein Kinderspiel, die Spirale können Sie zum Reinigen einfach herausziehen.

Edelstahl: Damit haben Sie keine Probleme mehr, die bei Kupferdestillen bei falscher Reinigung oder Lagerung auftreten können. Professionelle Brenner wissen, warum sie bei Dampfleitungen und Kühlung auf Edelstahl setzen. Kupfer wurde früher eingesetzt, weil es einfacher zu verarbeiten ist, Edelstahl gab es noch nicht. Heute wird bei großen und mittleren Anlagen wegen der größeren Wärme-Leitfähigkeit meistens die Brennblase noch aus Kupfer gefertigt, um einen höheren Wärmeübergang vom Wasser- oder Glyzerinbad in die Maische zu gewährleisten. Letzteres wird im Kleindestillenbereich mittlerweile wesentlich effektiver durch induzierten Wirbelstrom im Boden erreicht - da muss erst gar keine Wärme übergehen sondern bildet sich unmittelbar in der Heizzone. Die Leitungssysteme und vor allem die Kühler werden bei den großen Herstellern fast ausschließlich aus Edelstahl gefertigt, weil Kupfer hier praktisch kaum sauberzuhalten ist. Die dem Kupfer zugesprochene katalytische Wirkung des Kupferkessels ist eigentlich marginal bis Null und wird wesenlich effektiver durch Zugabe von Kupfersalz erledigt. Lediglich gut gepflegte Kupferkatalysatoren bei mittleren und großen Destillieranlagen, bei denen der Dampf über eine größere Kupferoberfläche forciert wird, haben noch einen signifikant katalytischen Einfluss. Beim Brennen von Steinobst reichen die Kupferkatalysatoren für eine Cyanidbindung aber auch nicht aus. Daher wird in diesen Fällen auch bei größeren Destillen mit Kupferkatalysator noch Kupfersalz beim Brennen dazu gegeben. Hinzu kommt noch, dass die Katalysatoren einen hohen Pflegebedarf haben, um ihre Wirkung zu erhalten.
Im Kleindestillenbereich ist Edelstahl auf jeden Fall dem Kupfer vorzuziehen. Schlangenkühler aus Kupfer haben eine nur begrenzte Haltbarkeit und sind praktisch nicht wirklich sauber zu halten. Falls Steinobst gebrannt wird oder durch Fehlgärungen Schwefelverbindungen entstanden sind, empfielt es sich Cyanurex (Kupfersalz) zuzugeben. Eine Kleindestille aus Kupfer bringt da gar nichts. Auch wir bauen noch kleinere Kupferanlagen um günstigere Geräte anbieten zu können, weil sie einfacher und billiger herzustellen sind. Edelstahl-Anlagen haben aber eine längere Lebensdauer, so dass sie auf langer Sicht preiswerter sind.

Mit dieser
Edelstahlanlage mit Kolonne können
Sie auch niederprozentige, mit Reinzuchthefe und ohne Zuckerzugabe vergorene, Obstmaischen in einem Arbeitsgang brennen. Dazu reicht es im Allgemeinen, den Topf durch das Sieb der Kolonne zu befüllen, so dass die festen Bestandteile in der Kolonne bleiben und unten im Brenntopf nur Flüssigkeit ist. Oder Sie möchten z.B. einen möglichst reinen Wodka erzeugen, dann befüllen Sie die Kolonne mit Glaskugeln oder Edelstahlwolle. Es gibt zahlreiche Variationsmöglichkeiten, so dass Sie Ihr spezielles Produkt erzeugen können.

Die Anlage eignet sich:

  • Zum Herstellen von ätherischen Ölen, die Kolonne (Aromakorb) ist zwingend erforderlich für die Wasserdampfdestillation,
  • zum Herstellen von Obstgeist und Kräutergeist mit Branntwein (mit versteuertem Branntwein),
  • als Schnapsdestille für Brennrechtinhaber, für Gewerbe und Export - insbesondere für aromastarke Obstbrände.

Arbeitshinweise

Bei dieser Destillieranlage De Luxe Plus handelt es sich um ein System zur Obstverarbeitung, bei der Liebig- und Schlangenkühlung kombiniert eingesetzt werden, um eine kontinuierlich laufende Vor- und Nachlauftrennung
vom Edelbrand zu erreichen. Dabei werden Vor- und Nachlauf über den Liebigkühler abgeleitet. Durch den Schlangenkühler läuft dann nur noch das gute Destillat (Mittellauf oder Edelbrand) und er kann nicht mehr durch Vor- und Nachlauf verunreinigt werden.

Wir empfehlen Rauh- und Feinbrand durchzuführen.

Rauhbrand
Beim Rauhbrand noch keine Trennung vorgenommen. Das gesamte Destillat von Anfang bis 98 °C wird über den Liebigkühler gesammelt. Der Rauhbrand kann mit höherer Energiezufuhr durchgeführt werden.


Feinbrand
Der Feinbrand wird zur Trennung von Vor- und Nachlauf mit beiden Kolonnen durchgeführt. Diese müssen dafür frei bleiben und müssen in der vorgegebenen. Reihenfolge (2 unten und 3 oben) aufgesetzt werden. Nach dem Vorlauf kann beim Obstbrennen die untere Kolonne (2) heraus genommen werden. Wenn der Nachlauf beginnt, wird diese wieder eingesetzt.
Zum Beginn wird das Kugelventil (9.4) mit dem Hebel in die Richtung zum Liebigkühler (8) geschaltet. Damit wird der Weg zum Liebigkühler geöffnet. Unter dem Auslauf des Liebigkühlers wird zunächst ein
kleines Gefäß positioniert, der Liebigkühler wird mit Wasser gefüllt, das Wasser danach abgedreht. Sobald die Temperatur am Thermometer (9) merklich zu steigen beginnt, sieden die ersten leicht flüchtigen Komponenten und der Dampf tritt ab ca. 70 °C in das Geistrohr über und gelangt zum Liebigkühler - es kommen die ersten Tropfen Destillat; der Vorlauf beginnt.
Im ersten Schritt wird dieser Vorlauf gesammelt. Das Kühlwasser muss während der gesamten Vorlauftrennung nur mäßig bis gar nicht laufen. Empfohlen wird das Sammeln von 4 - 5 Fraktionen á 50 ml
(sensorische Prüfung oder evtl. Vorlaufabtrenntest durchführen). Man entscheidet später, was Vorlauf ist und was evtl. schon zum Edelbrand gehört. Wichtig ist die Heizstufe in dieser Phase so klein wie möglich zu halten, so dass der Destillationsprozess gerade noch im Gang bleibt. Ab spätestens 80 °C wird der Vorlauf weg sein und das Kugelventil (9.4) umgestellt; der Liebigkühlerkreis wird geschlossen, der Schlangenkühlerkreis eingeschaltet. Jetzt läuft das gute aromatische Destillat im Aromakreis durch den Wasser gelagerten Schlangenkühler (7) in die Destillatleitung (12) ein dort bereitgestelltes Gefäß. Während des Laufes haben Sie Zeit ein Gefäß für den Nachlauf unter den Destillatauslauf des Liebigkühlers (13) zu platzieren. Beachten Sie, dass es eine Weile dauern wird, bevor Destillat aus dem Schlangenkühler läuft. Auf jeden Fall muss langsam weiter geheizt werden, der Anstieg der Temperatur zeigt an, dass der Prozess läuft. Ab ca.85 °C werden erste Alkoholmessungen mit möglichst kleinen Proben (am besten einem Alkoholfraktometer) vorgenommen. Sobald die 60 Vol.-% erreicht sind, wird das Kugelventil (9.4) wieder zurückgeschaltet und der Liebigkühlerkreis aktiviert. Man kann noch eine Fraktion von 60-55 Vol.-% sammeln und später beurteilen, ob es Mittel- oder Nachlauf ist. Der Nachlauf kann gesammelt werden, bis die Alkoholkonzentration auf 20 Vol.-% gesunken ist. Den Nachlauf kann man später mit Nachläufen aus anderen Brennsessions eiunem Reinigungsbrand unterziehen. Das gesammelte, gereinigte Destillat kann zum Vergeisten von Früchten oder Kräutern genutzt werden. Nachlauf der Maische bei Folgebränden zugeben ist eine schlechte Sitte und steht so noch in manchen alten Brennerbüchern. Genauere Anleitungen findet man auf der CD, die man bei Erwerb eines Destilliergerätes herunterladen kann.

Desweiteren gibt es die Möglichkeit das Kugelventil so einzustellen, dass beide Kühlkreise gleichzeitig freigeschaltet werden, um einen schnelleren Abbrand zu erreichen. Dazu muss allerdings eine Schraube am Ventil gelöst werden.

 

Lieferumfang

27 Liter Edelstahl-System incl. 2 befüllbarer Kolonnen (Obertopf / Aromakorb, 3 teilig) und Edelstahl-Destillieraufsatz mit 2-Wege-Kühlung

  1. Destillierkessel / Brenntopf /Brennblase mit Dichtung (13 Liter), für alle Feuerstellen geeignet - auch Gas und Induktion.
  2. Erste Kolonne (7 Liter), auch als Brenntopferweiterung oder Aromakorb nutzbar. Der Einbau 2.1 dient der Aromaverstärkung (Aromatorstufe 1).
  3. Zweite Kolonne (7 Liter), , als Brenntopferweiterung nutzbar. Der Einbau 3.1 dient ebenfalls der Aromaverstärkung (Aromatorstufe 2).
  4. Trichterförmiger Helm mit Schraubanschluss (4.1) für Steig-/Geistrohraufsatz und drei auf 2 Stufen einstellbaren Spannverschlüssen (Aufsteckgewinde 4.2 und Spannverschlusskrallen mit Stellband (4.3).
  5. Klappbares Maischesieb als Anbrennschutz. Es wird in den unteren Brenntopf gestellt. Es empfiehlt sich den Boden des Brenntopfes unterhalb des Maischesiebes mit Wasser zu bedecken und über das Maischesieb noch ein kochfestes Küchentuch zu legen, damit auch evtl. Reststärke noch ausgefiltert wird.
  6. Edelstahl-Kühltopf:
    1. Ein Kühlwasserablauf mit Ablaufschlauch.
    2. Kühlwasserzulaufanschluss mit Kugelhahn zur Regelung.
    3. Steckbuchse für die Spirale (innen) und mit Verschraubung für den Destillatschlauch (außen).
      Das Gewinde ist passend für die mitgelieferten Schläuche (14).
  7. Edelstahlschlange,3 m lang, zum Reinigen herausziehbar,
    1. Verschraubung für das Geistrohr (10),
    2. Gelenke zur flexiblen Variation von Aufstellhöhe und Abstand,
    3. Verlängerungsrohr.
  8. Liebigkühler mit
       (auf Wunsch auch - um Platz zu sparen - in gewundener Ausführung)
    1. Schraubnippel (8.1) zur Verschraubung an 9.2.,
    2. Destillatauslauf,
    3. Kühlwasserzulauf,
    4. Kühlwasserablauf.
  9. Verbindungs- und Umschaltmodul mit Steigrohrsystem und Thermometerbuchse, sowie
    1. Gewinde für die Verschraubung auf dem Helm,
    2. Anschlussverschraubung für den Liebigkühler,
    3. Anschlussverschraubung für das Geistrohr zum Schlangenkühler,
    4. -Wege-Kugelventil zum Umschalten vom Liebigkühler auf den Schlangenkühler
    5. Steckbuchse für das Thermometer (14).
  10. Geistrohr mit Gewinde zum Anschluss des Verbindungs- und Umschaltmoduls mit der Kühlschlange (7.1),
  11. Qualitätsthermometer mit HG-Füllung, gelb hinterlegt, mit Silikonstopfen,
  12. Destillatleitung zum Anschluss an den Kühltopf,
  13. Destillatleitung zum Aufstecken auf den Auslauf des Liebigkühlers,
  14. Schlauchsatz für den Liebigkühler.

Aufbauvariante

Das System kann auch mit einer Kolonne als 20 Liter-Brennanlage betrieben werden

 


so tief in den Stopfen einstecken

Hinweise zur Verwendung von Brennblase und Kolonne: 

Bei Flüssigkeiten mit festen Bestandteilen wird der Brennkessel homogen auf das eingelegte Maischesieb gefüllt. Wenn man über die Kolonnenböden hinaus füllen möchte (Kolonnen als Destilliertopferweiterung), wird auf den zu 90 % gefüllten Untertopf eine der dicken Dichtungen über den Rand gestülpt, die 1. Kolonne aufgesetzt und festgedrückt. Bei aufgesetzter Kolonne wird nun durch das Kolonnensieb weiter gefüllt. Wenn diese Kolonne bis auf ca. 1 cm unter dem Rand gefüllt ist, wird die zweite dicke Dichtung über den Kolonnenrand gestülpt und die 2. Kolonne fest aufgesetzt.
Sollen die Kolonnen als Kolonnen betrieben werden, sollte bei Nutzung beider Kolonnen die reine Flüssigkeitsfüllhöhe nicht mehr als 9 Liter betragen, und bei Nutzung nur der oberen Kolonne (bei Maische über den 1. Siebboden hinaus nicht mehr als ca. 11 Liter) damit die Dampfbildung zwischen Flüssigkeitsoberfläche und Sieb noch möglich ist. Dadurch, dass unter dem Maischesieb nur noch Flüssigkeit ist, wird ein Anbrennen verhindert. Bei Kernobst sollte zur Umwandlung der noch im Obst vorhandenen Stärke in vergärbaren Zucker zusätzlich eine Amylase vor der Vergärung in die Maische gerührt werden - das verhindert ebenfalls Anbrennen und erhöht die Ausbeute.
Der trichterförmige Helm bewirkt einen Düseneffekt, indem er den aromatisierten Dampf beschleunigt und zum Steigrohr hin fokussiert. Dadurch werden hier ungewollte, Aroma mindernde Rückflüsse in den Topf stark reduziert.
Die Kolonnen können je nach Anwendung auch mit Früchten bzw. Kräutern gefüllt werden. Es ist sinnvoll immer die obere Kolonne damit zu füllen.
Wenn Sie die volle Höhe (27 Liter) für Maische mit Flüssigkeit ausnutzen wollen (Brenntopferweiterung), können Sie die Anlage über beide Siebböden hinaus befüllen. Wir empfehlen aber dieses nur für den Rauhbrand beim Doppelbrennverfahren zu machen. Wenn Sie nur einmal brennen möchten, sollten Sie mindestens eine Kolonne schalten, um eine hinreichende Trennleistung für Vor- Mittel- und Nachlauf zu gewährleisten. Bei der Brenntopferweiterung müssen Sie darauf achten, dass die beiden dickeren Dichtungen zwischen Brenntopf und Kolonne bzw. zwischen den beiden Kolonnen gesetzt werden. Die dünnere Dichtung wird zwischen der oberen Kolonne und dem Helm gesetzt. Dazu werden die Dichtungen über die Ränder von Topf und Kolonnen gestülpt. Die 1. Kolonne wird dann fest in den Brenntopf, die 2. Kolonne in die 1. und der Helm in die obere Kolonne gedrückt. Anschließend werden die langen Edelstahl-Spannverschlüsse unter den Bördelrand des Brenntopfes und die kurzen unter denj Bördelrand der unteren Kolonne gehakt und mit dem Hebel gespannt. Dadurch wird das unbeabsichtigte Öffnen der Anlage während des Betriebes vermieden und die Anlage bleibt auch bei zunehmender Alterung der Dichtungen länger dicht. Bei Störungen der Destillation, z. B. durch Überkochen, kann es in den Rohrleitungen zu Verstopfungen kommen und sich ein zu hoher Druck aufbauen. Die Anlage darf daher während des Betriebs zu keinem Zeitpunkt allein gelassen werden. Bei zu hohem Druck durch Verstopfung ist der Thermometerstopfen der schwächste Punkt und kann im Extremfall fortfliegen. Am besten sorgt man dadurch vor, dass man die obere Kolonne nicht zu hoch mit Maischebrei füllt und eine zu starke Aufheizung vermeidet. Bei Weglassen einer Kolonne (Ein-Kolonnen-Aufbau) können Sie die Anlage ebenfalls durch Einhaken der kurzen Edelstahl-Spannverschlüsse in den Bördelrand des Topfes sichern.
Zum Tragen der gefüllten Anlage bitte ausschließlich an den Griffen anfassen. Ziehen Sie zum Trennen der Kolonnen oder des Helmes auf keinen Fall an den Griffen, und drücken Sie die Kolonnen auch nicht an den Griffen fest. Diese sind nur zum Tragen angebracht. Zum Trennen der Kolonnen ziehen Sie die Dichtungen am besten ein Stück heraus (wie bei einem Einkochglas); sie lassen sich dann einfach trennen. Um den Helm zu lösen, verwenden Sie bei gelösten Spannverschlüssen am besten das noch aufgeschraubte Steigrohr-/Geistrohrsystem als Hebel
.

 

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Dieser Artikel wurde am Monday, 10. October 2011 im Shop aufgenommen.

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